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Wie wertvoll Hartweizen aus deutscher Produktion ist, wird den Durummühlen und Teigwarenherstellern immer deutlicher. Mit den steigenden Weizenpreisen wächst die Bereitschaft, für Durum mehr Geld auszugeben. In Sachsen-Anhalt wurde mittlerweile ein Marktzuschlag angekündigt, der sich aus den erzielten Erlösen nach der Ernte errechnen wird. Auf diese Weise sollen die Hartweizenerzeuger vom anziehenden Markt profitieren können. Qualitativ ist im ostdeutschen Anbaugebiet auch noch alles drin. Der Sommerdurum befindet sich erst in der Milchreife. Die Erträge allerdings werden bestenfalls durchschnittlich ausfallen mit 45 bis 50 dt/ha, kündigt Wolfgang Beer, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Vorharz, an. Zusätzlich zeigen Mäuse wieder besondere Vorliebe für Durum und fressen lokal bis zu einem Drittel der Ähren leer. Die Durumerzeuger im Südwesten Deutschlands hatten mit dem Reifetermin weniger Glück. Die geforderten Qualitätsparameter wurden vielfach vom Regen, der in die reifen Bestände fiel, vernichtet. (brs)
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