Martin Schulz wird Präsident des Europaparlaments


Mit großer Mehrheit wählten die Abgeordneten des Europaparlaments den deutschen Sozialdemokraten Martin Schulz zum neuen Präsidenten. Er löst den Polen Jerzy Buzek ab. Das Ergebnis der Abstimmung am Dienstag in Straßburg kam nicht überraschend. Traditionell wird an der Spitze des Europaparlaments zur Hälfte der Legislaturperiode ein Christdemokrat von einem Sozialdemokarten abgelöst. Hauptanliegen von Schulz sind die Stärkung des EP und der soziale Ausgleich. Um die Agrarpolitik hat sich der frühere Buchhändler und ehemalige Bürgermeister von Würselen bei Aachen bisher wenig gekümmert. Als Präsident ist er für die Vertretung des Parlaments nach Außen und für die Vermittlung zwischen den politischen Fraktionen zuständig. Schulz ist durch seine kämpferischen Positionen und seine klare Sprache bekannt geworden. (Mö)  
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