Maßnahmen wegen Schmallenberg-Virus gefordert


Europaabgeordnete machen sich Sorgen wegen des Schmallenberg-Virus. Einigen Abgeordneten reichen die Maßnahmen der EU-Kommission nicht aus. Im Frühjahr sei mit zahlreichen neuen Infektionen zu rechnen, ohne dass ausreichende Gegenmaßnahmen zur Verfügung stünden, warnten verschiedenen Europaparlamentarier am Donnerstag in Brüssel. In Deutschland seien inzwischen 944 Betriebe von der Seuche betroffen, EU-weit mehr als 1.200. Eine Anzeigepflicht für die Krankheit in der EU und Hilfen für die Schafhalter gehörten zu den Forderungen der Abgeordneten. Mehr als 10 Länder haben Handelsbeschränkungen gegen lebende Rinder aus der EU verhängt oder angekündigt. Neben Russland sind dies auch die Ukraine, Mexiko, die USA und Ägypten. Bisher wird von Wissenschaftlern ausgeschlossen, dass die Seuche auf dem Menschen übertragbar ist. Der Christdemokrat Horst Schnellhardt warnte vor Panikmache. In jüngster Zeit habe man gegen Seuchen wie zum Beispiel die Vogelgrippe auch schon mal überreagiert, erklärte Schnellhardt. (Mö)  
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