GIL Jahrestagung

Mastdurchgänge mit besserem Ergebnis


Für gesunde Fußballen ist die Qualität der Einstreu oder das Klima im Stall besonders wichtig, erklärt Hanna Strüve, Doktorandin an der Hochschule Osnabrück, im Rahmen der GIL Jahrestagung. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, Ursachen für veränderte Fußballen auszumachen. Denn viele verschiedene Parameter wirken sich auf Tierschutzindikatoren wie Fußballengesundheit aus. Deswegen untersucht Strüve, ob Sensoren im Stall dem Landwirt helfen könnten, Entscheidungen für das betriebliche Controlling zu fällen.

Dafür wurde eine Putenhaltung betriebswirtschaftlich analysiert. Um die Einzelkostenfreie Leistung zu berechnen erfolgte eine Kosten- und Leistungsrechnung für verschiedene Management Szenarien: einem sensorbasierten, einem schlechten und einem guten Ausgangsszenario. Schafft es der Betrieb, mit Hilfe von Sensoren optimale Einstreumengen einzusetzen, ist er wesentlich wirtschaftlicher als Betriebe, die keine Kontrolle über entscheidende Parameter haben, so das Ergebnis.

Qualität der Einstreu ist wichtig

Schlechtere Fußballen bei stärkerer Einstreu weisen beispielsweise auf schlechtes Management hin: Dann wird zum falschen Zeitpunkt nachgestreut. Die Qualität der Einstreu hängt vom Erntezeitpunkt, klimatischen Verhältnissen und der Besatzdichte, sowie dem Alter der Tiere ab. Stimmen diese Parameter, wirkt sich dies positiv auf Mastergebnis und Gesundheitsstatus aus.

An der Sensortechnik fehlt es noch für die Putenhaltung, für die Schweinehaltung gibt es erste Ansätze. Die Zukunftsvision der Wissenschaftler ist ein automatisiertes System, das den Betriebsleiter rechtzeitig informiert, wenn etwas schief läuft. Der Vorteil für den Landwirt: Er wird mit einem besseren Mastergebnis belohnt. (has)
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