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Vor allem im nordsächsischen Raum kam es durch die lang anhaltende Trockenheit im Mai und Juni in einigen Landwirtschaftsbetrieben zu erheblichen Ernteausfällen, teilt das Dresdener Landwirtschaftsministerium mit. Auch die Futterversorgung der Tierbestände war zum Teil erschwert. Die genauen Verluste können erst nach Abschluss der Erntesaison beziffert werden. Nach Einschätzung des Ministeriums könnten zwischen 10 und maximal 20 Betriebe durch Wetterkapriolen in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sein. Die Behörde habe mit zahlreichen Aktivitäten reagiert, unabhängig davon, dass Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke aus verfassungsrechtlichen Gründen jegliche finanzielle Unterstützung des Bundes für die Landwirte abgelehnt habe. Zu den Hilfsmaßnahmen gehören die vorzeitige Auszahlung der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete und die Nutzung von Stilllegungsflächen zur Futtergewinnung. Insgesamt rund 300 Betriebe haben diese Hilfen bislang beantragt oder in Anspruch genommen. Für die Zukunft hat Landwirtschaftsminister Steffen Flath die Errichtung eines gesamtdeutschen Nothilfefonds gefordert. (ED)
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