McAllister bietet Landwirten Dialog zum Tierschutz an

Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister hat den Tierschutzplan des Landes gegen Kritik aus der Landwirtschaft verteidigt. Nutztierhaltung könne auf Dauer nur erfolgreich betrieben werden, wenn sie gesellschaftlich akzeptiert werde, erklärte McAllister am gestrigen Montag während des Niedersächsischen Bauerntags in Cloppenburg. Er sehe in einigen Bereichen Handlungsbedarf. Das Schnabelkürzen bei Puten und die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung seien mit den ethischen Maßstäben vieler Menschen nicht vereinbar. „Es kann nicht darum gehen, Tiere den jeweiligen Haltungssystemen anzupassen, sondern es müssen die Haltungssysteme den Tieren angepasst werden", betonte der Ministerpräsident. Der Tierschutzplan sei die einzige Chance den erfolgreichen niedersächsischen Weg fortzusetzen und die Grundlage für eine weitere positive Entwicklung der gesamten Agrar- und Ernährungswirtschaft. 

Das Land setze in der Tierschutzpolitik auf den Dialog mit allen wichtigen Interessengruppen. Er wolle den Weg gemeinsam mit der Landwirtschaft gehen. Die Lösungen müssten wissenschaftlich fundiert und praktikabel sein. Verhindert werden müsse, dass die Tierhaltung ins Ausland abwandert, denn damit würde dem Tierschutz ein Bärendienst erwiesen. (SB)
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