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In Mecklenburg Vorpommern ist trotz schwieriger Witterungsbedingungen die Getreideernte angelaufen. Aufgrund des fortgeschrittenen Reifestadiums beginnen die Gerstenähren abzuknicken und drohen deshalb abzufallen, teilt das Landwirtschaftsministerium in Schwerin mit. Ohne größere Pause werde sich die Ernte von frühen Winterweizensorten und von Roggen auf leichten Standorten anschließen, da sie in diesem Jahr deutlich früher reif seien. Erste Ernteergebnisse ließen druchschnittliche Gerstenerträge erwarten. Die Bestände hätten sich im Mai und Juni gut von der Trockenheit im April erholt. Auch für andere Druschfrüchte wird von durchschnittlichen Erträgen ausgegangen, soweit normale Reife- und Erntebedingungen in den nächsten Wochen herrschten. Als problematisch schätzt das Ministerium die derzeit relativ hohen Feuchtigkeitswerte ein.

Beim Winterraps wird eine ungleichmäßige Abreife beobachtet, welche den optimalen Erntezeitpunkt für Raps erschwert. In den letzten Wochen hätten die unteren Triebe als Folge der Trockenheit im April häufig nachgeblüht. Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben und Futtersaaten stünden gut und ließen auf hohe Erträge hoffen, so das Ministerium weiter. (ED)

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