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Zu einer Stabilisierung der Marktpreise für Milch könne eine Verknappung des Angebots beitragen, erklärte Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern, am Dienstag vor Vertretern des thüringischen Landesbauernverbandes. Eine wirtschaftliche Produktion sei beim derzeitigen Preis von 26,5 Cent pro Kilogramm Milch nicht möglich. Deshalb werde Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast auf der Ende März stattfindenden Agrarministerkonferenz in Osnabrück, durch einen Antrag aufgefordert, sich auf europäischer Ebene für eine Absenkung der Milchquote einzusetzen. Der Produktionsüberschuss in der EU liege bei aktuell 15 Prozent.

Verantwortlich für den Preisverfall ist nach Ansicht des Ministers der Discountbereich des Lebensmitteleinzelhandels, der den Molkereien den Preis diktiere. Leidtragende seien letztendlich die Landwirte. Er forderte die Einrichtung eines bundesweiten Lebensmittelgipfels, bei dem der Preisverfall für Lebensmittel thematisiert werden müsse. Er bekräftigte, dass die Landwirtschaft "wertgerechte Preise" für Nahrungsmittel benötige. (ED)

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