Nachdem die Getreideernte weitgehend abgeschlossen ist, wird bereits wieder Raps gesät. Die Unkrautbekämpfung steht unter besonderer Beobachtung. 

Nachdem es in Mecklenburg-Vorpommern im vorigen Jahr lokal Probleme mit der Abdrift von Unkrautbekämpfungsmitteln gab, die den Wirkstoff Clomazone enthielten, sind die Behörden in diesem Jahr wachsam.

Seit einer Woche führt der Pflanzenschutzdienst des Landes nun verstärkt Kontrollen im Land durch - und zwar nicht nur zu den üblichen Dienstzeiten. Zudem - kündigt das Land an - werden Versuche zum Einsatz neuer Ausbringungsdüsen durchgeführt, um das Problem der Abdrift künftig technisch noch effektiver zu lösen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat als Zulassungsbehörde die Anwendungsmöglichkeiten für diese Produkte drastisch eingeschränkt: Die Ausbringung clomazonehaltiger Herbizide ist seither in einem Umkreis von 100 Metern um Siedlungen verboten.

Die Tageshöchsttemperaturen bestimmen zudem, ob und wann diese Mittel überhaupt ausgebracht werden dürfen. Sind über 20 Grad vorhergesagt, ist dies nur zwischen 18 und 9 Uhr erlaubt, bei über 25 Grad ist die Anwendung verboten. Bei Verstößen gegen die Vorschriften drohen Bußgelder und Kürzungen von Ausgleichszahlungen. (az)
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