Familienstreit

Mediator soll Tönnies helfen


Wie die Onlineausgabe der Lebensmittelzeitung berichtet, wird das Landgericht Bielefeld gemeinsam mit den Streitparteien die Regeln für ein Mediations-Verfahren festlegen und auch die Suche nach einem Kandidaten für diese Aufgabe begleiten. Beide Seiten erklärten sich damit einverstanden. Zuletzt waren Einigungen mehrmals kurz vor dem Ziel gescheitert.

Bei der heutigen Sitzung vor dem Landgericht ging es erneut um den Schenkungswiderruf von Robert Tönnies - ein zentraler Streitpunkt in der seit Jahren herrschenden Auseinandersetzung. Inhaber Robert Tönnies verklagt seinen Onkel und Miteigentümer Clemens seit November 2014 auf die Rückgabe eines geschenkten Fünf-Prozent-Anteils.

Clemens und Robert Tönnies halten jeweils 50 Prozent an dem Unternehmen. Umstritten ist dabei, wie Firmenchef Clemens Tönnies zu seinem heutigen 50-Prozent-Anteil gekommen ist. Ursprünglich hielt der Firmengründer Bernd Tönnies 60 Prozent und gab diese auch an seine Erben weiter. Clemens hielt mit 40 Prozent eine Minderheit. Das änderte sich 2008. Da gingen zehn Prozent von den Neffen an den Onkel über. Hintergrund war eine Zusage, um die seit Jahren erbittert gestritten wird: Firmengründer Bernd soll seinem Bruder auf dem Sterbebett versprochen haben, ihn wegen seiner Verdienste um das Unternehmen bei den Anteilen gleichzustellen. (mrs)
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