Potash und Agrium bündeln ihre Kräfte später.
-- , Foto: Potash
Potash und Agrium bündeln ihre Kräfte später.

Verzögerungen gibt es bei der rechtlichen Prüfung der Behörden zur geplanten Fusion der beiden kanadischen Düngemittelhersteller Potash Corp. of Saskatchewan Inc. und Agrium Inc., mit Sitz in Calgary. Nach Angaben der Unternehmen soll die Fusion nun Ende des Jahres stehen. Als Potash und Agrium ihr Vorhaben vor einem Jahr ankündigten, wollten sie den Deal bis Mitte 2017 unter Dach und Fach haben.

Die Unternehmen arbeiten derzeit eng mit der kanadischen Wettbewerbsbehörde und der US-Handelsbehörde zusammen. Verhandelt wird vor allem über ein gemeinsames Abkommen zu den Geschäftssegmenten Phosphorsäure und Salpetersäure. Auch die Vorgaben der Wettbewerbshüter in Indien und China müssen noch erfüllt werden. Die beiden Länder sind die größten Käufer von Kalidünger weltweit. Sie verlangen von Potash den Verkauf von einigen ihrer Minderheitsbeteiligungen an Minen.

Nach den Worten der Vorstände von Potash und Agrium würden diese Auflagen das Fusionsvorhaben nicht beeinträchtigen. Mit der Zusammenlegung sind Synergien in Höhe von 500 Mio. US-$ jährlich verbunden.

Der Wert der neuen Muttergesellschaft Nutrien Ltd. mit Sitz in Saskatoon soll 26 Mrd. US-$ entsprechen und in 18 Ländern aktiv sein. Darunter zählen sechs von insgesamt zehn Kaliminen von Potash in der Kaliabbauregion Saskatchewan mit weltweit 20.000 Mitarbeitern. Chef von Nutrien soll Agrium-CEO Chuck Magro werden. In der Kaliregion Saskatchewan hat in diesem Jahr die deutsche K+S mit der Kaliförderung in der neuen Mine Bethune begonnen. Vor zwei Jahren hatte Potash vergeblich versucht, den Kasselern ein freundliches Übernahmeangebot zu unterbreiten. (da)
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