Meggle treibt Internationalisierung voran


Hohe Qualitätsstandards stellt die Molkerei Meggle an ihren Rohstoff Milch. Damit sichert sich das Unternehmen weiteres Wachstum im Export.

Rund die Hälfte des Umsatzes der Meggle-Gruppe, Wasserburg, wird heute im Export erzielt. Einen wesentlichen Anteil daran haben Produktionsstätten in Osteuropa bei. Während am Standort im bayerischen Wasserburg Butterspezialitäten, Milchtrockenprodukte sowie Lactose für die Pharmaindustrie herstellt werden, produzieren Werke in Bulgarien, Serbien, der Slowakei und Bosnien-Herzegowina die Weiße Linie wie Milch, Jogurt, und Quark sowie Käse. Weltweit ist das Unternehmen mit der Marke Meggle vertreten.

Die Internationalisierung will der Aufsichtsratsvorsitzende Anton Meggle weiter fortführen. Bei der Jubliäumsveranstaltung zum 125-jährigen Bestehen der Molkerei heute in Taufkirchen lobte Meggle die anwesenden Milchlieferanten für die hohe Qualität ihrer Milch.

Nach den Worten von Dr. Christian Baumgärtner, Geschäftsführer der Milchprüfringe in Bayern, liefern 90 Prozent der Meggle-Lieferanten Milch der S-Klasse. Die Keimzahlen liegen dabei unterdurchschnittlich niedrig. Auch die Beanstandungen bei Hemmstoffen seien mit einem Prozentsatz von 0,07 bei Meggle-Lieferanten gegenüber dem Durchschnitt von 1,0 Prozent in Bayern weitaus geringer, erläuterte Baumgärtner.

Die Meggle AG mit 20 Tochtergesellschaften erwirtschaftete im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 900 Mio. €. Etwa 950 Milchlieferanten lieferten im Vorjahr rund 217 Mio. l Milch an die Molkerei in Wasserburg. Die gesamte Meggle Gruppe verarbeitet 750 Mio.l Milch und 2 Mrd. l Molke.

Die steigende Milchproduktion weltweit und in Deutschland bekommen derzeit die Erzeuger durch sinkende Milchpreise zu spüren. Mit 30 bis 31 Cent/l liegen derzeit die Auszahlungspreise unter dem Vorjahr als durchschnittlich 35,5 Cent/l bezahlt wurden. „Es wird wieder aufwärtsgehen", verspricht der Firmenchef den Milchbauern. (da)
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