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Das Mehl in Österreich soll teurer werden, wie die Mühlenfachorganisation in der Wirtschaftskammer Österreichs (WKÖ) jetzt ankündigte. Begründet wird dieser Schritt mit den gesunkenen Ertragsmengen der diesjährigen Ernte und dem Abfluss von Getreide in benachbarte EU-Staaten, was deutlich höhere Preise zur Folge habe. Umfang und Zeitpunkt der Mehlpreiserhöhung seien noch offen, eine Erhöhung zum Oktober 2000 sei aber sinnvoll. Aus Sicht der Mühlen ist die Verteuerung gerechtfertigt, da in den vergangenen vier Jahren die gestiegenen Verarbeitungskosten nicht auf den Preis umgelegt werden konnten. Rentabilitätsprobleme wurden anfangs noch durch Rationalisierung und Logistikmaßnahmen abgefangen. In dieser Saison sei diese Mögklichkeit angesichts der zu erwartenden höheren Aufwendungen für Rohstoffversorgung, Personal-, Energie- und Transportkosten völlig ausgereizt. (AIZ)
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