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Die in Deutschland in Backwaren verwendeten Mehle sind unbedenklich. Mit dieser Aussage korrigierte ein Sprecher des Hessischen Umweltministeriums in Wiesbaden eine am vergangenen Wochenende von dem Magazin "Der Spiegel" verbreitete Meldung über erhöhte Mutterkorn-Gehalte in Roggen- und anderen Mehlen. Anlässlich einer Tagung der Deutschen Lebensmittelchemiker im September seien Untersuchungsergebnisse von bis zum Mai dieses Jahres zurückliegenden Untersuchungsreihen präsentiert worden. Darüber sei in dem Magazin berichtet worden. Die darin festgestellten Überschreitungen geltender Grenzwerte seien zum Zweck der Dokumentation und Erarbeitung von Gegenmaßnahmen festgehalten worden. Dies bedeute jedoch nicht, dass die betroffenen Chargen tatsächlich zu Backwaren verarbeitet worden seien, hieß es aus dem Ministerium. Die aufgefallenen Chargen seien rechtzeitig erkannt und einer sachgerechten Entsorgung zugeführt worden. Anderenfalls hätten die Aufsichtsbehörden, die über die Vorgänge in Kenntnis gesetzt waren, eingreifen müssen. Dies sei vielmehr Ausdruck einer effektiven Selbstkontrolle der Mühlenbetriebe und Lebensmittelüberwachung. Nachdrücklich betonte der Sprecher gegenüber der Agrarzeitung Ernährungsdienst, dass es eine reibungslose Zusammenarbeit der Aufsichtsbehörden mit den Mühlenbetrieben gebe, die eine umfassende Vorsorge im Sinne des Verbraucherschutzes gewährleiste. (jst)
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