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Die protein- und fallzahlschwachen Weizenqualitäten von Bayern bis Frankreich bereiten auch den österreichischen Mühlen Kopfzerbrechen. Die Rechnung, billigeren Weizen aus anderen EU-Ländern zu importieren und mit der hervorragenden österreichischen Qualitätsware aufzumischen, geht nicht auf, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Um die gewohnte Mehlqualität halten zu können, wäre ein Verhältnis von billigem Weizen zu Aufmischweizen von 1:4 bis 1:9 notwendig. Auf Grund der derzeitigen Mehlpreise würde die Rohstoffkalkulation aber gerade das umgekehrte Mischungsverhältnis erlauben. Zudem wird der ohnehin knappe Brotweizen auch noch nach Bayern verkauft. Und auch die Nachfrage italienischer Mühlen ist nahezu "gigantisch" und treibt die Preise für Qualitätsweizen nach oben. (pos)
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