Messe

Mehr Besucher auf der Biofach


Mehr Bio in den Läden und auf dem Acker, mehr Aussteller und Besucher auf der Messe Biofach, so fasst es der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) zusammen. Mit rund 48.000 Besuchern aus 132 Ländern zog es mehr Fachbesucher als je zuvor nach Nürnberg.

Das Interesse der Verbraucher für Bio-Produkte zeigt sich im gestiegenen Absatz von Bio-Lebensmitteln- und Getränken. Die Nachfrage legte nach Angaben des Branchenverbands im Jahr 2015 um 11 Prozent auf 8,62 Mrd. € zu. Dies ist der größte Zuwachs seit 2008. Der BÖLW verbindet diese Entwicklung mit einer Forderung an die Politik. "Die wachsende Nachfrage ist auch ein klarer Auftrag an die Politik die Weichen auf Bio zu stellen. Denn obwohl vergangenes Jahr wieder mehr Bauern auf Bio umgestellt haben, kann mit dem heimischen Öko-Angebot der große Appetit auf Bio-Lebensmitteln nicht gestillt werden", sagt Peter Röhrig, Geschäftsführer des BÖLW.

Konkret müssten Bund und Länder dafür sorgen, dass ausreichend Mittel für konventionelle Landwirte zur Verfügung stehen, die auf Bio umstellen wollen. Denn Ökolandbau könne für viele konventionelle Betriebe ein Weg zur Existenzsicherung sein. Damit das möglich sei, müsse Deutschland die Möglichkeit der Umschichtung nutzen und mehr EU-Gelder aus dem großen Topf für Flächenzahlungen für Agrarumweltprogramme verfügbar machen. Passiere nichts, stünden bis 2020 weniger zur Mittel zur Verfügung als vor der letzten Agrarreform, so der BÖLW. Das Ziel der Bundesregierung von 20 Prozent Ökolandbau in Deutschland würde demnach in weite Ferne rücken. (mrs)
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