Monitoring

Mehr Biogas im Netz

Ende 2013 haben 144 Biogasanlagen 520 Mio. m³ Biogas in Erdgasqualität in das deutsche Gasnetz eingespeist, berichtet die Bundesnetzagentur. Die Zahl der Anlagen ist im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent und die Gasmenge um 26 Prozent gestiegen.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, wirbt für diese Nutzung. Biogas könne in verbrauchsarmen Zeiten gespeichert werden und stünde zu  Bedarfsspitzen zur Verfügung. „Somit trägt es zu einem flexiblen und nachfrageorientierten Energieangebot bei", streicht Homann als Vorteil heraus.

Jährlicher Bericht
Die Bundesnetzagentur legt jährlich einen Bericht über die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz vor. Der jetzt vorliegende Biogas-Monitoringbericht 2014 ist der vierte Bericht dieser Art. Für seine Erstellung wurden Gasnetzbetreiber, Biogasanlagenbetreiber, Biogashändler sowie die Marktgebietsverantwortlichen befragt. (db)
Die Netzagentur hat 2013 Verkaufspreise für Biogas von durchschnittlich 6,44 Cent/kWh ermittelt. Als Vergleichspreise 2013 für fossiles Erdgas nennt sie im aktuellen Monitoringbericht durchschnittlich 2,75 Cent/kWh (Grenzübergangspreis) sowie 2,69 bis 2,72 Cent/kWh an den virtuellen Handelsplätzen.

Die Kosten der Biogaseinspeisung können von den Gasnetzbetreibern mittels der Netzentgelte auf alle Netznutzer umgelegt werden. Die gesamten Wälzungskosten sind nach Angaben der Bundesnetzagentur von 53 Mio. € im Jahr 2010 auf 131 Mio. € im Jahr 2013 gestiegen.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 jährlich 6 Mrd. m³ Biogas einzuspeisen. Im Jahr 2013 waren 8,7 Prozent dieser Menge erreicht. (db)
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