Die Weiße Biotechnologie hat das Potenzial, Produkte im Vergleich zu herkömmlichen chemischen Prozessen effizienter herzustellen. Oft könnten mit biotechnologischen Verfahren völlig neue Produkte entwickelt und hergestellt werden, doch sind die Verfahren oft zu teuer. Das Projekt Prodias will das ändern.

Separationsverfahren verbessern

Unter der Leitung von BASF arbeiten die Partner Cargill Haubourdin (Frankreich), Universität Kaiserslautern, Imperial College (Großbritannien), Alfa Laval (Schweden), GEA Messo PT und Xendo (Niederlande), UPM (Finnland) und Enviplan (Deutschland) zusammen, um kosten- und energieeffiziente Technologien für die Produktgewinnung zu entwickeln. Das Projekt konzentriert sich darauf, das Potenzial von Produkten der Weißen Biotechnologie durch eine signifikante Verringerung der Herstellungskosten, Erhöhung der Produktivität und Effizienz, Verringerung des Energieverbrauchs sowie Beschleunigung der Verfahrensentwicklung zu erschließen.

Förderung durch die EU

Prodias habe das Ziel, kostengünstige und auf nachwachsende Rohstoffe angepasste Separations- und Reinigungstechnologien für die Produktionsprozesse in der Weißen Biotechnologie zu entwickelt. Verändert und optimiert werden sollen die Bioreaktionen (Fermentationen) und Biokatalysen, um so die nachgelagerten Verfahrensschritte effizienter und ressourcensparender gestalten zu können. Bei einem Gesamtbudget von etwa 14 Mio. € wird das Projekt von der Europäischen Union mit 10 Mio. € gefördert. (az)
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