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Auch an Fachhochschulen (FH) wird anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung (FuU) betrieben, und zwar mehr, als im Allgemeinen von diesem Hochschultyp erwartet wird. Diesen Schluss zieht das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe, nach einer Analyse der gut 6.000 Forschungsprojekte, die im Zeitraum 2000 bis 2003 an deutschen FH durchgeführt wurden. Allerdings sei die Situation regional unterschiedlich, heißt es in einer Presseinformation des ISI. Während in vielen FH beispielsweise in Ostdeutschland, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg die anwendungsorientierte FuE bereits fest verankert sei und entsprechende Organisationsstrukturen vorhanden seien, würden jüngere und kleinere FH, zum Beispiel in Bayern, kaum FuE-Kapazitäten besitzen. Hier bestehe die klassische Trennung in forschende Universitäten und berufsbildende FH nach wie vor.

Beliebtestes Forschungsthema an FH sei die Informationstechnik (23 Prozent), gefolgt von der Materialforschung inklusive physikalische und chemische Technologien (17 Prozent). Immerhin 27 Prozent der Projekte würden von der Wirtschaft finanziert, insbesondere von Mittelständlern in der Region. (ED)

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