Der Import von Geflügelfleisch ist im ersten Halbjahr 2016 um fünfzehn Prozent gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stiegen die Einfuhrmengen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 von 247.000 t auf knapp 285.000 t. Außerdem wurden knapp 77.000 t Zubereitungen und 28.000 t gesalzene Waren importiert.

Die wichtigsten Zulieferer sind mit knapp 92 Prozent EU-Staaten, vor allem die Niederlande, die beständig etwas mehr als ein Drittel der Einfuhren liefern. Aus Polen kamen dieses Jahr 42 Prozent mehr Geflügelfleisch als noch 2015 - insgesamt 20 Prozent der Einfuhren stammen aus dem Nachbarland. Auch die Einfuhren aus Drittländern wurden drastisch gesteigert: Sie verbuchten ein Plus von 37 Prozent, belaufen sich aber alles in allem immer noch auf nur 8 Prozent. Brasilien und die Ukraine konnten ihre Einfuhren am deutlichsten steigern.

Deutschland produziert mehr Geflügelfleisch, als es verbraucht. Allerdings werden 20 Prozent davon in anderen EU-Staaten geschlachtet. So exportierte die Bundesrepublik etwa 230 t Fleisch und 80.000 t Zubereitungen, 86 Prozent des Fleisches und ganze 97 Prozent der weiterverarbeiteten Waren in die EU. Die Ausfuhren in Drittländer wurden um sieben Prozent gesteigert. Bemerkenswert ist hier eine Steigerung um 80 Prozent der Exporte in die Ukraine. Dafür gingen die Ausfuhren nach Benin um die Hälfte zurück. (lm)
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