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Für die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung müsse die Politik die Agrarforschungs verstärkt fördern. Mit diesem Appell tritt das Humboldt Forum, eine Gruppe von Wissenschaftlern, im Vorfeld des G8-Treffens am Wochenenden an die Öffentlichkeit. Sie haben ein Progamm unter dem Titel "Food First" zusammengestellt und an Agrarministerin Ilse Aigner übergeben. Die Forscher weisen darauf hin, dass das Wachstum der landwirtschaftlichen Produktivität seit den 1960er Jahren rückläufig ist. Sie prophezeien weiterhin steigende Nahrungsmittelpreise. Denn der Nahrungsmittelverbrauch werde mit der wachsenden Weltbevölkerung steigen und die Klimaerwärmung werde die Erzeugung erschweren. Zu den treibenden Kräften für die Nahrungsmittelpreise zählten auch die zweifellos steigenden Energiepreise. Daher sollte die Politik der Agrarforschung mehr Aufmerksamkeit widmen und vorausschauend mehr Forschungsgelder investieren. Initiator des Humboldt Forums ist der Berliner Agrarökonom Prof. Harald von Witzke.(sta/brs)
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