Investitionsplan

Mehr Getreidesilos erforderlich


In der EU müssen mehr Silos für Lagerung und Umschlag gebaut werden.
-- , Foto: Michael Trolove
In der EU müssen mehr Silos für Lagerung und Umschlag gebaut werden.

Die niederländische Rabobank und der europäische Bauern- und Genossenschaftsverband Copa-Cogeca weisen auf Mängel in der Infrastruktur und fehlende Lagerkapazitäten im EU-Getreide- und Ölsaatensektor hin.

Überdurchschnittliche Getreideernten wie 2014 erwartet die EU-Kommission in ihren mittelfristigen Vorausschätzungen auch in den kommenden zehn Jahren. „Die Lagerkapazitäten sind derzeit nicht ausreichend und werden es auch 2024 nicht sein, wenn nichts unternommen wird“, lautet das Fazit einer gemeinsamen Studie von Rabobank und Copa-Cogeca.

Kapazitäten müssen strategisch durchdacht werden

Max Schulman, Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Getreide“ von Copa-Cogeca, weist darauf hin, dass die EU mittlerweile im Weizenexport am Weltmarkt die Nummer 1 ist. Um diese Position zu behaupten, müssten die Lagerkapazitäten strategischer durchdacht sein. Mit dem größten Wachstum des Exportpotenzials rechnet Vito Martielli, Rabobank-Analyst für Getreide und Ölsaaten, in Osteuropa. „Für große Global Player und westeuropäische Händler, die ihre Bezugsquellen diversifizieren möchten, bietet dies Chancen“, meint der Marktexperte. In Deutschland und Frankreich wiederum müssten die Kapazitäten im Binnenland verstärkt werden.

Copa-Cogeca fordert Investitionsplan

Copa-Cogeca fordert, Projekte für die Getreide-Infrastruktur im Investitionsplan von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu berücksichtigen. Die EU-Landwirtschaft sollte eine Schlüsselrolle spielen, da sie insbesondere in den ländlichen Gebieten der EU die Wirtschaft stärkt. Im Juncker-Plan ist vorgesehen, Rückstande bei Investitionen in der EU mit Hilfe von öffentlichen Bürgschaften zu überwinden. (db)
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