Umweltgefahren

Mehr Jauche und Gülle bei Unfällen freigesetzt

Bei 92 Unfällen in Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sind im vergangenen Jahr insgesamt rund 9,6 Mio. l Jauche, Gülle und Silagesickersaft (JGS) unkontrolliert in die Umwelt ausgetreten, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mit. Das bedeutet gegenüber 2014 eine Zunahme um rund 41 Prozent. Hauptursache war laut Destatis mit einem Anteil von 60 Prozent menschliches Fehlverhalten.

Destatis wies in seiner Mitteilung darauf hin, dass Jauche, Gülle und Silagesickersaft nicht in Wassergefährdungsklassen eingestuft seien. Bei entsprechend großen freigesetzten Mengen oder besonderen örtlichen Verhältnissen könnten sie aber zu einer Gefahr für Gewässer und Boden werden.

Destatis zufolge entfiel der überwiegende Teil der freigesetzten Menge an Jauche, Gülle und Silagesickersaft auf Unfälle in Anlagen. In 32 Prozent der dortigen Unfälle waren Materialmängel wie zum Beispiel Korrosion von metallischen Anlageteilen, Alterung von Anlageteilen aus sonstigen Werkstoffen sowie das Versagen von Schutzeinrichtungen die Hauptursache. (mrs)
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