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Ab Sonntag müssen gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel in der EU gekennzeichnet werden. Auf dem Etikett können sich Verbraucher und Landwirte nun noch umfangreicher über die Verarbeitung von gentechnisch veränderten Inhaltsstoffen informieren, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Das EU-Regelwerk ist aber keineswegs perfekt. Von Experten und Verbänden wird es zuweilen als „handwerklich miserabel“ bezeichnet. So sei die Aussagekraft bei Futtermitteln begrenzt. Nahezu alle Futtermittel, die Sojakomponenten enthalten, sind kennzeichnungspflichtig, da Soja meist aus den USA und Argentinien importiert wird, wo bis zu 90 Prozent der Sorten gentechnisch verändert sind. Zudem gibt es aber auch noch Lücken, die einer Klärung bedürfen. Die Einordnung der Zusatzstoffe ist beispielsweise ein solcher Knackpunkt. Hier muss die EU die Vorschriften noch präziser fassen. Ein ausführlicher Überblick, was gekennzeichnet werden muss und was nicht, ist auch unter der Rubrik Analysen im Agrimanager zu finden. (ED)
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