Mehr Konkurrenz am EU-Weizenmarkt

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In Spanien und Portugal Importbedarf für Weizen zu erwarten Weizen wird für die kommenden Monate in der EU-15 nicht so reichlich zur Verfügung stehen, da die Ernte 2001 mit 87 Mio. t (Vj. 95,5 Mio. t) das Vorjahresergebnis um über neun Prozent unterschreiten wird. So erfolgt die Versorgung der südeuropäischen Mühlen nicht so wie in den Vorjahren von französischen und deutschen Händlern. Teilweise werden diese Lieferungen durch Herkünfte aus den USA ersetzt. Nach Angaben des spanischen Landwirtschaftsministeriums wird die Weizenernte auf 3,4 Mio. t gegenüber 5,4 Mio. t im Vorjahr fallen. Der Importbedarf Spaniens wird sich im Wirtschaftsjahr 2001/02 dadurch vermutlich deutlich erhöhen. 350.000 t Weizen könnten auch aus Deutschland kommen, meinte ein Händler.

Noch schlimmer scheint es um die portugiesische Weizenernte bestellt zu sein. Dort berichten Händler von einer Erntemenge von nur 105.000 t Weizen gegenüber 429.000 t im Vorjahr. Die Durchschnittserträge beim Weizen sollen auf rund 10 dt/ha gefallen sein, in einigen Regionen wurden wegen der Trockenheit sogar nur 4 dt/ha geerntet. Somit werden auch für Portugal hohe Importmengen an Weizen benötigt. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (Ps)
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