Die Verhandlungsposition der Milcherzeuger gegenüber ihren Abnehmern soll gestärkt werden. Soweit waren sich die EU-Mitgliedstaaten und die EU-Kommission auf dem Agrarministertreffen am Montag in Brüssel einig. Die Möglichkeiten des Zusammenschlusses in Erzeugergemeinschaften sowie der Vertragsbeziehungen mit Molkereien sollen verbessert werden. Die EU-Kommission richtet dazu eine Arbeitsgruppe ein, die aus Staatssekretären und hohen Beamten aus den EU-Mitgliedstaaten bestehen soll. Die Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Jean Luc Demarti, dem Generaldirektor der DG-Landwirtschaft der EU-Kommission, soll einmal im Monat bis Juni 2010 tagen und am Schluss einen Bericht verfassen. Frankreich drängt auf eine neue Milchmarktordnung schon vor 2013. Deutschland stellt sich ebenfalls Einschränkungen des Wettbewerbs in der Milchbranche vor. Vor zuviel „Marktradikalismus" warnte Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV), nach dem Agrarministertreffen. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel  betonte, die Entscheidungen im Health Check zum Ende der Milchquote seien die Grundlage für die Arbeitsgruppe. (Mö)  
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