In Baden-Württemberg gingen rund 9.560 Käfer in die Fallen. Das meldet das Deutsche Maiskomitee (DMK) in Bonn. Im Jahr 2014 waren es nur 2.400 dieser Schädlinge. Der deutliche Anstieg geht auf einzelne Standorte zurück, an denen über mehrere Wochen Hunderte von Käfern gefangen wurden. Nach Aussagen des zuständigen Pflanzenschutzdienstes vor Ort handelt es sich um Flächen, auf denen Mais nach Mais angebaut wurde, was für die hohen Fangzahlen ausschlaggebend gewesen sei. Auf den befallenen Flächen wird 2016 kein Mais angebaut werden, um die Populationen des Maiswurzelbohrers zu dezimieren.

In Bayern wurden insgesamt 1.045 Käfer gezählt. Obwohl die Zahl der Fallen aufgestockt wurde, sind das knapp 400 Käfer weniger als noch 2014. Die Fundstellen lagen vor allem in grenznahen Regionen zu Österreich. Darüber hinaus wurde in Sachsen eine Fundstelle registriert.

Der Maiswurzelbohrer zählt weltweit zu den wichtigsten Schädlingen im Maisanbau. Sofern die Bedingungen stimmen, ist er in kürzester Zeit in der Lage, sich stark zu vermehren. Zu den wichtigsten prophylaktischen Bekämpfungsmaßnahmen zählt die Fruchtfolge. Die Experten empfehlen, im Zeitraum von drei Jahren höchstens zweimal Mais anzubauen. Damit werde das Wachstum der Population wirkungsvoll gestört. (az)
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