Diskutieren Markttrends: Horst Hermannsen und Stefanie Strebel.
-- , Foto: Sarah Speicher-Utsch
Diskutieren Markttrends: Horst Hermannsen und Stefanie Strebel.

Auch wenn die Tierproduktion hierzulande derzeit in einer Preiskrise steckt, sind die langfristigen Chancen für den Markt gut – falls es Deutschland schafft, die Qualität seiner Produkte besser hervorzuheben und entsprechend zu vermarkten. Diese These vertritt Stefanie Strebel im Marktgespräch der agrarzeitung (az) auf den DLG-Feldtagen mit az-Korrespondent Horst Hermannsen.

Mit Regionalität punkten

„Kostenmäßig mit China zum Beispiel in der Schweinefleischproduktion mitzuhalten, ist natürlich schwierig“, sagte Strebel und verwies auf die hohen Fixkosten. „ Wir müssen stattdessen mehre auf Regionalität setzen und eine klare Exportstrategie entwickeln“, so die Maklerin und Geschäftsführerin des Unternehmens KS Agrar GmbH.

Das Importembargo Russlands muss laut Strebel möglichst schnell enden. „Wir sollten alles daran setzen, dass die Sanktionen fallen.“ Russlands Präsident Wladimir Putin habe im Gegensatz zu Deutschland eine klare Agrarstrategie, nämlich Selbstversorger bis 2020 zu werden. In Deutschland steuere die Landwirtschaft derzeit lediglich 0,7 Prozent zum gesamten Bruttoinlandsprodukt bei. Das müssen deutlich mehr werden. (sp)
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