Neuseeland

Mehr Milch als erwartet

Regenfälle im Herbst haben die Aussichten für die Milchbauern in Neuseeland verbessert.
-- , Foto: Fonterra
Regenfälle im Herbst haben die Aussichten für die Milchbauern in Neuseeland verbessert.

Bei der weltweit größten Molkerei Fonterra schlägt sich die bessere Situation auf dem Milchmarkt auch in den Geschäftszahlen nieder. Im 1. Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres 2016/17 (August/Januar) konnte die Genossenschaft den Umsatz um 5 Prozent auf 9,2 Mrd. NZ-$ (umgerechnet 6 Mrd. €) steigern. Der Nettogewinn nach Steuern stieg um 2 Prozent auf 418 Mio. NZ-$ (273,3 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2016/17 prognostiziert die Molkerei einschließlich Gewinnausschüttung einen unveränderten Auszahlungspreis von 6,45 bis 6,55 NZ-$/kg Milchfeststoff. Bereits im April sollen die Mitglieder je Anteil 0,20 NZ-$/Anteil ausgezahlt bekommen.

Markt trotz Schwankungen stabil

Fonterra-Chef John Wilson sieht das Unternehmen gut aufgestellt. Die Milchproduktion werde in dieser Saison in Neuseeland weniger stark sinken als zunächst erwartet, sagte Wilson. Niederschläge im Herbst hätten die Produktionsbedingungen verbessert, so dass nun nur noch mit einem Rückgang von 3 Prozent statt wie bisher 7 Prozent gerechnet wird. Auf dem Weltmarkt rechnet das Fonterra-Management weiter volatilen Preisen aber insgesamt mit einem stabilen Preisniveau. Die Aussicht auf steigende Milchmengen könnte aber im Herbst einen gewissen Druck ausüben.

Magermilchpulver unter Druck

Bei der jüngsten Auktion auf der Handelsplattform Global Dairy Trade konnten zu Wochenbeginn insgesamt etwas höhere Erlöse erzielt werden, so dass der GDT-Index um 1,7 Prozent auf 972 Punkte anstieg. Die Erlöse des wichtigsten Produktes Vollmilchpulver stiegen um 2,9 Prozent auf 2,855 US-$/t. Die Magermilchpulverpreise gaben dagegen um 10 Prozent auf 1,948 US-$/t nach. Innerhalb eines Monats sind die Erlöse für Magermilchpulver um knapp ein Viertel gesunken. Ausgesprochen fest ist die Lage dagegen weiter auf dem Buttermarkt. Die Buttererlöse stiegen noch einmal um 4,9 Prozent auf 4,91 US-$/t. Im Jahresvergleich ist das nahezu eine Verdopplung. Bei allen anderen Produkten gab es keine großen Bewegungen. Wasserfreies Milchfett (plus 3 Prozent) und Casein (plus 3,6 Prozent) verteuerten sich Cheddar (minus 1 Prozent) und Lactose (minus 2,7 Prozent) gaben nach.

 (SB)
stats