BMI

Mehr Milch und weniger Gewinn


Die Krise auf dem Milchmarkt wirkte sich nachteilig auf die Umsatzsituation der BMI aus, sagte Hartman vor der Presse in Landshut. Obwohl die Zentralgenossenschaft mit Sitz in Landshut sowohl Absatz als auch Produktion (ohne Versandmilch) im Jahr 2015 um jeweils 2,4 Prozent steigern konnte, sank der Jahresumsatz primär preisbedingt um 10,7 Prozent auf 540,4 (Vorjahr: 605) Mio. €. Der Jahresüberschuss betrug 0,5 (6,0) Mio. €.

Langfristig angelegte Wertschöpfungsstrategie

Durch die angespannte Ertragssituation sind die Auszahlungspreise unter Druck geraten: Das Molkereiunternehmen zahlte 2015 im Durchschnitt einen Milchpreis von 30,31 ct / kg bei 4,2 Prozent Fett und 3,4, Prozent Eiweiß, inklusive Nachzahlung und einer Sonderleistung. Damit läge die BMI über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 28,81 ct / kg. Für Juni 2016 kündigte BMI an, ihren Molkereiauszahlungspreis um 0,5 ct/kg anzuheben.

„Die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen mit einem weltweiten Überangebot an Milch bei gleichzeitig rückläufiger Nachfrage, stellten unser Unternehmen 2015 vor enorme Herausforderungen. Das Ziel muss jetzt umso mehr sein, die langfristig angelegte Wertschöpfungsstrategie der BMI weiterzuverfolgen und dabei die stabile Finanzlage der Genossenschaft zu erhalten. Hierfür haben wir bereits wichtige Voraussetzungen geschaffen“, so Vorstandschef Hartmann

Investition in Käseproduktion

Mit insgesamt 725,2 Mio. kg erfasste die BMI im vergangenen Jahr 2 Prozent mehr Rohmilch von ihren Mitgliedern. Mit Investitionen in einem Gesamtvolumen von 24,8 Mio. € setzte die BMI ihre langfristige Strategie für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens fort. „Mit der Entscheidung, in Jessen einen starken Standort für die Käsesparte der BMI zu schaffen, haben wir Ende April 2015 die Weichen für die Zukunftsfähigkeit des gesamten Unternehmens gestellt“, so der Vorstandsvorsitzende. In den kommenden drei Jahren werde man dort ein Investitionsvolumen in Höhe von 72 Mio. € verbauen. Daneben bildet der Bio-Bereich einen wichtigen Schwerpunkt für weiteres Wachstum. (HH)
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