FrieslandCampina

Mehr Milch und weniger Umsatz

Für das Jahr 2017 erwartet Friesland Campina ein Umsatzplus.
-- , Foto: Friesland Campina
Für das Jahr 2017 erwartet Friesland Campina ein Umsatzplus.

Die Mitglieder der Molkerei FrieslandCampina lieferten im vergangenen Jahr 10,8 Mrd. kg Milch, das waren 7,1 Prozent mehr als 2015. Wegen der drohenden „Phosphatbremse“ hatten viele Betriebe ihre Produktion ausgedehnt. Weil die zusätzlichen Mengen die Verarbeitungskapazitäten von FrieslandCampina überstiegen, setzte das Unternehmen Anreize für eine Beschränkung der Milchmenge.

Höhere Wertschöpfung in Asien

Der Umsatz ging 2016 um 1,9 Prozent auf 11,0 Mrd. € zurück. Trotz der schwierigen Lage auf dem Milchmarkt stieg der Jahresüberschuss von 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent auf 362 Mio. €. Das Betriebsergebnis sank um 2,3 Prozent auf 563 Mio. €. Nach Bereinigung um die negativen Wechselkursauswirkungen in Höhe von 30 Mio. € beläuft sich das Betriebsergebnis auf 593 Mio. €. Die Gewinnspanne blieb so gegenüber 2015 stabil. Niedrigere Rohstoffkosten und eine höhere Wertschöpfung im Asiengeschäft sorgten für eine stabile Gewinnspanne. Die Mitglieder von FrieslandCampina erhielten im Jahresdurchschnitt einen Milchpreis von 32,62 ct/kg, das waren 6,9 Prozent weniger als 2015. Die Nachzahlung für 2016 beträgt 3,44 Cent, wovon 2,19 Cent an die Milcherzeuger ausgezahlt werden.

Basisprodukte unter Wert verkauft

„Wir blicken auf ein turbulentes Jahr zurück“, kommentierte CEO Roelof Joosten die Jahresbilanz. In Afrika und im Nahen Osten habe die politische und wirtschaftliche Instabilität zugenommen. In der ersten Jahreshälfte 2016 sei das Milchangebot in der Europäischen Union so groß gewesen, dass Basisprodukte nur unter den Anschaffungs- und Herstellungskosten verkauft werden konnten. Ab Mai habe der Markt einen gewissen Aufschwung gezeigt. „FrieslandCampina reagierte hierauf durch rechtzeitige Preiserhöhungen im Käse- und Buttersegment“, so Joosten. Für 2017 erwartet FrieslandCampina wegen der Übernahmen von Engro Foods und höherer Preise ein Umsatzplus. Prognosen zum Gewinn machte die Konzernleitung nicht. (SB)
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