DLQ-Daten

Mehr Milch von weniger Betrieben

Wichtiger Monitor
Die Milchkontrolle erfasst von knapp 3,7 Millionen Milchkühen in Deutschland monatlich die Leistungsdaten. Mehr als 85 Prozent des gesamten Milchkuhbestandes nimmt an dem vom Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen (DLQ) organisierten Verfahren teil. Somit stellt die DLQ ein wichtiges Controlling-Instrument für alle teilnehmenden Betriebe dar.
Im Vergleich zum Vorjahr zeigen die in dieser Woche bekanntgegebenen Daten des Deutschen Verbandes für Leistungs- und Qualitätsprüfungen (DLQ) einen Rückgang um knapp 80.000 Tiere. Insbesondere in den ostdeutschen Kontrollstellen geht auch die Zahl der Betriebe zurück. In Berlin-Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern haben sich zwischen 10 und 14 Prozent der Milchviehhalter von der Milchkontrolle abgemeldet.

Viele erhöhte Zellgehalte

Trotz angespannter Lage auf dem Milchmarkt stieg die von der DLQ ermittelte Durchschnittsleistung pro Kuh in Deutschland um 110 kg auf 8.563 kg pro Jahr. Dabei reicht die Spanne von etwa 7.700 kg pro Kuh und Jahr in Bayern und Baden-Württemberg bis zu mehr als 9.500 kg in den östlichen Bundesländern Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg.

Auf nahezu unverändertem Niveau liegen die Ergebnisse zur Beurteilung der Eutergesundheit. Fast 60 Prozent der untersuchten Milchkühe konnten der Zellzahlklasse unter 100.000 Zellen pro Milliliter zugeordnet werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei 40 Prozent ein erhöhter Zellgehalt festgestellt wurde, der ein Indikator für Reizungen oder Entzündungen im Euter ist. Die Milch eines unauffälligen Euters weist nicht mehr als 100.000 Zellen/ml auf. 25 Prozent der Tiere weisen eine Zellzahl auf, die über 200.000 liegt, ergeben die DLQ-Daten. (jst)

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