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Die Möglichkeit der Agrarförderung wird von den deutschen Landwirten in diesem Jahr stark in Anspruch genommen. In den meisten Bundesländern wird von einer größeren Antragsflut als in den Vorjahren ausgegangen. In Brandenburg wird damit gerechnet, dass in diesem Jahr über 7.000 Anträge auf Prämienbewilligung abgegeben werden, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Damit würden praktisch alle Landwirte Anträge stellen, während es in den Vorjahren nur etwa 6.500 waren. Ebenso geht man in Hessen davon aus, dass es etwa 5 bis 10 Prozent mehr als die 25.000 Anträge aus dem Vorjahr sein werden. In Thüringen werden mehr als 5.000 Formulare zurück- erwartet, in Niedersachsen sind es 55.000 Anträge, 50.000 in Nordrhein-Westfalen. In diesen Ländern bleibt ein Anteil von 10 bis 10 Prozent der Landwirte, die keine Anträge stellen. Wesentliche Ursache für diese Entwicklung sind viele Erstantragsteller, die in der Vergangenheit für ihr Grünland keinen Antrag gestellt haben. Dazu gehören aber nicht nur Landwirte, sondern auch Kommunen oder andere juristische Personen, die nachweisen können, dass sie die Fläche auch in der Vergangenheit landwirtschaftlich genutzt haben. Ebenso erbitten sich beispielsweise Landschaftspflegeverbände von den Verwaltungsbehörden Rat beim Ausfüllen der Formulare. (dg)
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