Mehr Raps in Frankreich ausgesät


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In Frankreich ist mehr Winterweizen und Raps gegenüber Vorjahr ausgesät worden. In einer ersten Schätzung rechnet das französische Getreideamt Onic mit einem Flächenzuwachs bei Raps von 112.000 auf 1,52 Mio. ha Winterraps und 70.000 auf 4,9 Mio. ha Winterweizen. Insgesamt steigt in Frankreich die Anbaufläche von Wintergetreide auf 8,48 Mio. ha. Rund 2 Mio. t Weichweizen haben seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2006/07 die französischen Häfen in Richtung Drittländer verlassen. Für das Gesamtjahr erwartet das französische Amt eine Exportmenge in Höhe von 6,3 Mio. t Weizen, was in etwa der Vorjahresmenge entspricht. Etwas schleppend verläuft derzeit das Exportgeschäft mit einem der wichtigsten Käuferländer, nämlich Algerien, das noch auf niedrigere Weizenpreise wartet. Nach dem Rückzug der Ukraine vom internationalen Geschäft sind laut Onic derzeit Russland und Kasachstan ernstzunehmende Konkurrenten im Weizenhandel. Doch dürften die Aktionen dieser Länder in der zweiten Hälfte des Vermarktungsjahres wieder abnehmen.

Alles andere als zufrieden zeigt sich die Onic über die schlechte Maisernte in Frankreich. In der Dezember-Schätzung ergibt sich gegenüber Vorjahr ein Rückgang um 8 Prozent auf 13,3 Mio. t. Besonders große Ausfälle von über 20 Prozent gab es in den Hauptanbaugebieten Elsass/Lothringen und Zentralfrankreich. Voraussichtlich wird Frankreich in diesem Jahr nur 5,6 Mio. t Mais (minus 10 Prozent) in die Niederlande, Belgien, Spanien und Portugal liefern können. Im Gegensatz zu Weizen dürften sich die Maispreise auf dem derzeit hohen Niveau halten können. Onic begründet dies mit verspäteten Lieferungen aus Mittel-Ost-Europa. (da)

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