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Nach ersten Einschätzungen stehen in Deutschland jetzt auf etwa 625.000 ha Roggen. Die Nachfrage für die um rund 15 Prozent höhere Anbaufläche wird nach Einschätzung des Roggenforums e.V., Bergen und Isernhagen, auch im kommenden Wirtschaftsjahr gesichert sein. Denn Roggen habe sich nach dem Wegfall der Intervention vor zwei Jahren durch seine Vielseitigkeit immer mehr neue Verwertungsmöglichkeiten erschlossen.

Die aktuelle Versorgung mit Roggen ist europaweit allerdings knapp durch witterungsbedingt niedrigere Ernten in den Haupterzeugungsländern Deutschland und Polen. So stehen für das aktuelle Wirtschaftsjahr in Deutschland nur rund 2,6 Mio. t und in Polen nur rund 2,7 Mio. t Roggen aus der Ernte zur Verfügung, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Nachfrage liege aber deutlich darüber. Allein in Deutschland fließen zurzeit schon rund 650.000 t Roggen in den Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe, als Brotgetreide werden etwa 900.000 t verarbeitet und in die Futtertröge werden gut weitere 1,5 Mio. t fließen. Auf Grund dieses Nachfragesogs dürften die Interventionsbestände bis zum Frühjahr 2007 vollständig geräumt werden. (ED)

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