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Auf Initiative des rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministers Hans-Artur Bauckhage ist das Herkunftszeichen "Rindfleisch aus Rheinland-Pfalz" zu einem Prüfsiegel weiterentwickelt worden. Träger des Siegels bleibt die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, berichtet das Landwirtschaftsministerium. Während bei dem Herkunftszeichen die Herkunft der Rinder im Mittelpunkt gestanden habe, gehe das neue Prüfsiegel wesentlich weiter und umfasse neben der Land- und Fleischwirtschaft auch die Futtermittelhersteller, erläuterte Bauckhage bei der Vorstellung des neuen Siegels in Mainz. Bei den Futtermitteln werde beispielsweise eine Positivliste sowie die offene Deklaration der Futtermittel verlangt. Bei der Anbringung der Ohrmarken bei neu geborenen Kälbern würden Gewebeproben für eventuelle DNA-Tests genommen. Maximal dürften zwei Großvieheinheiten pro Hektar gehalten werden. Auch die Kontrollen der Futtermittel am Trog würden verstärkt. Jedes geschlachtete Rind werde auf BSE getestet. Tiertransporte dürften nicht länger als 6 h dauern und nicht über Strecken von mehr als 250 km gehen. Die Einhaltung der Kriterien werde auf jeder Stufe von neutralen Instituten kontrolliert, so Bauckhage. (ED)
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