Mehr Soja aus der Ukraine

Die Ukraine könnte im nächsten Wirtschaftsjahr 2011/12 erstmals mehr als 1 Mio. t Sojabohnen exportieren. Die Landwirte bevorzugen den Anbau, weil es keinerlei Handelsrestriktionen gibt. Die Sojafläche in der Ukraine soll zur Ernte 2011 gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgedehnt werden, schätzt die US-Botschaft in Kiew. Die Erzeugung könnte auf fast 2,0 Mio. t anwachsen, von denen reichlich die Hälfte in den Export geht. Hauptabnehmer für ukrainische Sojabohnen sind bisher Italien, die Türkei und Ägypten. Das Sojaschrot, das in den ukrainischen Ölmühlen gewonnen wird, bleibt dagegen fast ausschließlich im Land als Futtermittel für die inländische Mast.

Der Sojaanbau in der Ukraine für den Export ist nach Beobachtung der US-Botschaft interessant, weil die Bohnen - anders als Sonnenblumen - keinerlei Handelsbeschränkungen unterliegen. Für Sonnenblumen gibt es zwar auch keine direkten Exportbeschränkungen. Für die Saat und das daraus gewonnene Öl gelten aber Exportsteuern und Preisobergrenzen im Inland. Für Sojabohnen ist die Ukraine mit geschätzten Exporten 2011/12 von gut 1 Mio. t allerdings kein bedeutender Anbieter auf dem Weltmarkt. Hier dominieren Nordamerika sowie Südamerika mit jeweils weit mehr als 40 Mio. t. (db)
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