Energiebilanz

Mehr Strom aus erneuerbaren Quellen


Der Primärenergieverbrauch in Deutschland ist 2014 voraussichtlich um fast 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, schätzt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Hauptgrund war die im Jahresverlauf milde Witterung. Zugelegt haben jedoch die erneuerbaren Energien. Sie verzeichneten nach den vorläufigen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft einen Zuwachs um 1,4 Prozent. Ihr Anteil am gesamten Primärenergieverbrauch stieg von 10,4 Prozent im Vorjahr auf 11,1 Prozent im Jahr 2014.

Besonders deutlich erhöhte sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Am Bruttostromverbrauch halten die erneuerbaren Energien mittlerweile einen Anteil von 27,3 Prozent. Im Jahr 2013 waren es noch 25,4 Prozent. Zu dem kräftigen Wachstum hat in erster Linie Solarstrom beigetragen, gefolgt von Strom aus Biomasse. In absoluten Zahlen bleibt jedoch Windenergie die wichtigste erneuerbare Quelle für die Stromerzeugung.

Der Mineralölverbrauch lag 2014 ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang geht allerdings ausschließlich auf das Konto von Heizöl. Der Kraftstoffverbrauch nahm um rund 3 Prozent zu. Hier hat Biodiesel seinen Anteil am Kraftstoffmarkt gehalten, wogegen Bioethanol vom steigenden Benzinverbrauch nicht profitierte. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen rechnet 2014 im Vergleich zum Vorjahr für Biodiesel mit einem Verbrauchszuwachs um 3,5 Prozent, wogegen Bioethanol 2,4 Prozent verloren haben dürfte. (db)
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