Mehr Transparenz für Saatgut

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Landwirte in ganz Deutschland, die im Herbst Saatgut von Weizen und Gerste bezogen haben, bei dem auf dem amtlichen blauen Etikett "Anerkannt nach § 12 (1b) der SaatgutV" ausgewiesen ist, können ab sofort im Internet die Kontrollergebnisse anschauen. In diesem Jahr sind die ersten Saatgutpartien von Winterweizen und Wintergerste sowie Sommerweizen und Sommergerste nach § 12 (1 b) der Saatgutverordnung anerkannt worden. Diese "Nicht obligatorische Beschaffenheitsprüfung" im Rahmen des Anerkennungsverfahrens erlaubt eine höhere Flexibilität in der Saatgutvermarktung. Gleichzeitig erhält die Wirtschaft im Vorfeld mehr Eigenverantwortung, weil vor dem Inverkehrbringen von Saatgut nicht mehr alle Partien so strikt wie im regulären Anerkennungsverfahren geprüft werden. Für den Landwirt ist dennoch Sicherheit gegeben. "Im Nachhinein werden die aufbereiteten Partien sehr genau untersucht", betont Dr. Hans-Georg Betz von der Arbeitsgemeinschaft der Anerkennungsstellen bei der Landwirtschaftskammer in Hannover. Die Ergebnisse sind im Internet unter www.ag-akst.de veröffentlicht. Wenn das Saatgut die Mindestanforderungen nicht einhält, stehen den Landwirten bei Unterschreitung der Normen der Saatgutverordnung ab einem bestimmten Wert Entschädigungen zu. (db)
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