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Der Import von US-Qualitätsweizen nach Großbritannien könnte im nächsten Wirtschaftsjahr zunehmen. Denn der EU-Importzoll für Getreide muss nach einer Gatt-Klausel des 1995 in Kraft getretenen Uruguay-Abkommens parallel mit den Interventionspreisen gekürzt werden. Die in der Agenda 2000 beschlossene Kürzung des Interventionsniveaus von 7,5 Prozent ab Juli 2000 führt demnach zu einer entsprechenden Zollreduktion. Nach Farmers Weekly besteht dadurch die Möglichkeit, dass britische Händler stärker auf US-Weizen zurückgreifen. Zumindest wird mit geringeren Aufschlägen für englische Qualitätsware gerechnet. Die Vermutungen werden dadurch erhärtet, dass das britische Handelshaus Tilbury Grain Terminal derzeit seine Kapazitäten für den Getreideimport um 20 000 t erweitert. (ts)
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