Im Jahr 2013 ereigneten sich insgesamt 2538 Unfälle beim Transport von und beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Dabei rund 8,1 Mio. Liter wassergefährdende Stoffe wie Jauche, Gülle oder Silagesickersaft (JGS) oder andere gefährliche Stoffe unkontrolliert in die Umwelt aus. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Das waren 11 Prozent mehr Unfälle als im Jahr zuvor. Die freigesetzte Menge verringerte sich allerdings gegenüber 2012 um 23 Prozent.

Der überwiegende Teil der Schadstoffe wurde bei insgesamt 851 Unfällen beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen in gewerblichen Anlagen und privaten Haushalten freigesetzt. Dabei ereigneten sich 145 Unfälle mit Jauche, Gülle oder Silagesickersaft, bei denen insgesamt 7,9 Mio. Liter freigesetzt wurden. Im Jahr 2001 waren 26 Unfälle mit diesen Stoffen registriert worden. Dabei wurden rund 3,1 Millionen Liter JGS freigesetzt.

Bei den meisten der JGS-Unfälle 2013 in Anlagen war menschliches Fehlverhalten (55 Prozent) die Hauptursache. Materialmängel wie zum Beispiel die Korrosion von metallischen Anlageteilen oder die Alterung von Anlageteilen aus sonstigen Werkstoffen sowie das Versagen von Schutzeinrichtungen waren in 29 Prozent der Unfälle Hauptursache.

1687 Unfälle wurden 2013 beim Transport wassergefährdender Stoffe gezählt, die meisten davon mit Straßenfahrzeugen. Hierbei wurden rund 0,5 Mio. Liter Schadstoffe freigesetzt, von denen drei Viertel wiedergewonnen wurden. (az)
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