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Im Herbst 2007 haben die Landwirte in Deutschland für die kommende Ernte auf 5,72 Mio. ha Wintergetreide ausgesät und eine Anbaufläche von gut 1,40 Mio. ha für die Aussaat von Winterraps genutzt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, liegt damit die Fläche für Wintergetreide um 4,8 Prozent über den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2007. Die Anbaufläche von Winterraps nahm dagegen gegenüber dem letztjährigen Höchststand um 8,4 Prozent ab und entspricht damit dem Wert des Jahres 2006.

Bei den Getreidearten nahm die Anbaufläche von Winterroggen prozentual am stärksten zu (+ 11,1 Prozent). Mit nahezu 750.000 ha ist dies der höchste Wert seit dem Jahr 2001. Für den Anbau von Winterweizen nutzten die Landwirte 3,15 Mio. ha. Die Fläche der anbaustärksten Getreideart in Deutschland wurde damit gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent ausgeweitet.

Gründe für diese Entwicklung dürften neben den gestiegenen Getreidepreisen und der Aussetzung der obligatorischen Flächenstilllegung auch die regional für die Aussaat ungünstige Herbstwitterung sein, die sich vor allem auf schweren Böden auswirkte. Das Destatis macht darauf aufmerksam, dass die Angaben auf Mitteilungen von Ernteberichterstattern in den Ländern beruhen und auf Grund deren begrenzter Anzahl lediglich als vorläufige Anbautendenzen anzusehen sind. (ED)

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