Mehr für den Export tun

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Wegen der anstehenden reichlichen Getreideernte in Nordeuropa und den gefüllten Interventionslagern soll die Kommission den Getreideexport stärker als bisher unterstützen. Dies werden verschiedene EU-Mitgliedstaaten auf dem EU-Agrarministerrat zu Beginn der kommenden Woche in Luxemburg fordern. Osteuropäische Länder mit hohen Interventionsbeständen wünschen sich Zuschläge zu niedrigen Preisen für den Export. Sie argumentieren mit schwierigen Vermarktungsbedingungen, auf die die Kommission eingehen müsse. Frankreich fordert höhere Erstattungen für die Ausfuhr von Getreide aus dem Markt. Spanien möchte zu möglichst günstigen Bedingungen an Interventionsgetreide aus anderen Mitgliedstaaten herankommen. Deutschland schließt sich dem bunten Club ebenfalls an, wenn auch mit Vorsicht. Deutschland fordert eine Kontinuität in der Exportpolitik. Die Kommission solle nicht mit neuen Exportausschreibungen warten, sondern gleich zu Beginn des Monats Juli für einen Anschluss sorgen. Die Kommission hat zumindest mit dieser Forderung keine Probleme. (Mö)
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