Mehr Ölmühlen in Osteuropa gebraucht

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Die hohen Ölsaatenmengen, die Mittel- und Osteuropa aus der Ernte 1999 ausführen konnte, werden in den kommenden Jahren wohl nicht mehr erreicht werden. Das geht aus der jüngsten Prognose der EU-Kommission für die Agrarmärkte bis zum Jahr 2006 hervor, in der für die laufende Saison Exporte von 1,4 Mio. t unterstellt werden. Die Kommission geht zwar von einer kontinuierlich wachsenden Ölsaatenproduktion bei den zehn EU-Beitrittskandidaten aus. Der Zuwachs soll in den kommenden Jahren jedoch in den Ländern selbst verarbeitet werden, schätzt die Kommission. Sie erwartet, dass die MOEL bis zum Jahre 2006 jährlich nicht mehr als 600.000 bis 700.000 t Ölsaaten exportieren werden. Dagegen müssen die Ölmühlenkapazitäten in den Ländern bis 2006 um etwa 500.000 t aufgestockt werden, um die größeren Erntemengen verarbeiten zu können. (db)
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