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Am Tag nach dem Personenkarussell in der CSU, vergrößert sich die Liste an Namen, die Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer im Agrarressort folgen könnten, sollte er als Regierungschef nach Bayern wechseln. Landesgruppenchef Peter Ramsauer hat bereits abgelehnt. „Ich werde Landesgruppenchef bleiben“, zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung heute. Von mehreren Seiten wird der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) Gerd Müller genannt. Die Lösung gilt in Berlin als elegant, zumal er Erfahrung aus dem BMELV mitbringt und einfach aufsteigen könnte, ohne dass dies große Personalfolgen hätte. Auch würde Müller als neuer Bundesagrarminister für Stabilität im Hinblick auf die wichtigen Verhandlungen beim Health Check in Brüssel in den kommenden Wochen sorgen.

Die Süddeutsche Zeitung bringt noch Gerda Hasselfeld als mögliche Kandidatin ins Spiel. Sie ist derzeit Vizepräsidentin des Bundestags und war 2002 von Edmund Stoiber als Landwirtschaftsministerin vorgesehen. Weitere Namen sind die CSU-Abgeordneten Ilse Aigner und Marlene Mortler, denen aber laut Süddeutscher Zeitung kaum Chancen beigemessen werden.

Entscheiden würden über den neuen Bundeslandwirtschaftsminister der neue Parteichef Seehofer und Landesgruppenchef Ramsauer. Doch ob sich Seehofer in München als Regierungschef durchsetzen kann, ist weiterhin unsicher. (sta)

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