Mehrgefahrenversicherung rege gefragt


Immer mehr Landwirte beugen Schäden durch Witterungsunbilden vor. Der Staat schafft Anreize.

Ernteversicherungen sichern Existenzen und werden seit Jahresbeginn zunehmend in Anspruch genommen, beobachtet die Vereinigte Hagelversicherung, Gießen. Während die Risikovorsorge im Vorjahr mit einer hohen Prämiensteuer belastet war, gelten ab 2013 für Sturm, Starkregen und Starkfrostversicherungen dieselben deutlich günstigeren Versicherungsbedingungen wie bei Hagel. Mit einheitlich 0,03 Prozent der Versicherungssumme lasse sich diese umfassende Ertragsausfallversicherung für Ackerpflanzen jetzt erheblich günstiger gestalten.

Der Versicherungsnehmer legt einen Bestandswert fest, der sich aus seiner erwarteten Erntemenge und seinem unterstellten Produktpreis je Hektar ergibt, so das Prozedere. Dieser Hektarwert sollte auch Zuschläge für die Ersatzbeschaffung von Erntegut und anfallende Transportkosten berücksichtigen. Das sei besonders ratsam, wenn Lieferverträge bestehen, die eingehalten werden müssen.

Versichert ist der konkrete, von Sachverständigen festgestellte Ertragsverlust. Ist dieser Schaden in einem frühen Vegetationszeitpunkt eingetreten, wird er kurz vor der Ernte nochmals endreguliert. Die endgültig ermittelte Schadenquote ist der Anteil am Hektarwert, der dem Versicherten zügig erstattet werde. (Sz)
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