KTG Energie AG

Mehrheit für Insolvenzplan fehlt

Fünf Gläubigergruppen stimmten am vorigen Freitag über die Annahme eines Insolvenzplans ab, den der Vorstand der KTG Energie AG zur Entschuldung der Gesellschaft vorgeschlagen hat. In der vom Amtsgericht Neuruppin anberaumten Gläubigerversammlung kam kein eindeutiges Votum zustande.

Vielzahl von Gläubigern
Eine wesentliche Gruppe von Gläubigern der KTG Energie AG sind die Inhaber der 2012 emittierten Unternehmensanleihe. Hinzu kommt die Agrar ZG Projektbeteiligungs GmbH, die der Gesellschaft ein Massedarlehen zur Verfügung gestellt hat. Darüber hinaus melden zahlreiche Lieferanten und Dienstleister, Arbeitnehmer und die Agentur für Arbeit sowie Banken Ansprüche an.
Nach Informationen der KTG Energie AG haben vier der fünf im Insolvenzplan angelegten Gläubigergruppen mehrheitlich für den Plan votiert. In der Gruppe der Anleihegläubiger sei jedoch die Mehrheit verfehlt worden. Jetzt muss das Amtsgericht über die Bestätigung des Plans zu entscheiden. Am Freitag, den 10. Februar, soll die Entscheidung bekannt gegeben werden.

Die KTG Energie AG hatte Ende September 2016 Insolvenz angemeldet, nachdem der Mutterkonzern KTG Agrar bereits im Juli die Pleite erklärt hatte. Der Insolvenzplan des Bioenergieunternehmens sieht vor, dass die Zech-Stiftung und die Zech-Gruppe finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um die Forderungen der Gläubiger zumindest zu einem kleinen Teil zu bedienen. Als unverbindliche Insolvenzquote nannte das Unternehmen im Januar 2,94 Prozent. Zudem sollen die Gläubiger an künftigen Gewinnen des Konzerns über eine sogenannte Besserungsregelung beteiligt werden.(db)
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