Die MeLa ist ein Anziehungspunkt für die gesamte Agrarbranche im Nordosten.
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Die MeLa ist ein Anziehungspunkt für die gesamte Agrarbranche im Nordosten.

Tierhaltung ist in diesem Jahr das große Thema auf der MeLa. Agrarminister Till Backhaus (SPD) scheut nicht die Konfrontation mit aufgebrachten Milcherzeugern oder Verbrauchern, die sich gegen Massentierhaltung wenden. "Hier kann nicht nur Jedermann die Landwirtschaft hautnah erleben und sich über neue Trends im Gartenbau informieren, hier werden auch wichtige agrarpolitische Themen diskutiert", erklärte Backhaus in dieser Woche. Bei der Tierhaltung drücke der Schuh gewaltig."

Interesse aus dem Ausland
Die MeLa hat mittlerweile einen internationalen Anstrich. Von den 1.000 Ausstellern kommen 30 aus 11 Ländern. Hinzu kommen Delegationen aus den baltischen Staaten und Russland, aber auch Ländern wie China und erstmals aus Kenia. Insgesamt werden wieder über 15.000 Besucher an den vier Messetagen erwartet. (da)
Deshalb dürften sich die Diskussionen um die Milchkrise drehen. Die momentanen Auszahlungspreise für Milch liegen bisweilen unter 26 Cent je Liter Milch. „Damit kann kaum ein Produzent auch nur die laufenden Kosten decken, geschweige denn die Festkosten oder sogar Rücklagen für notwendige Neuinvestitionen erwirtschaften. Auch im Bereich Fleischproduktion sind die aktuellen Auszahlungspreise auf einem sehr geringen Niveau, zu dem viele Betriebe nicht rentabel arbeiten können. Produktionseinschränkungen und sogar Betriebsaufgaben sind nicht auszuschließen. Wir müssen von der MeLa das Signal an den Bund und an Brüssel aussenden, dass dies nicht so weiter gehen kann. Es müssen weitere Mittel aus der 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik in die 2. Säule transferiert werden, um die Nutztierhaltung zu stärken“, erklärte der Minister.
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