Initiative Tierwohl

Meldefrist läuft ab

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Derzeit deckt die ITW rund 12 Prozent der in Deutschland gehaltenen Schweine sowie etwa 35 Prozent des Geflügels ab, berichtet der Deutsche Bauernverband (DBV). Damit habe das Projekt im Vergleich zu anderen Programmen oder Labeln die höchste Marktdurchdringung erreicht. 

Das im Januar 2018 beginnende Anschlussprogramm erstreckt sich über drei Jahre bis einschließlich 2020. Ziel sei es, ab 2018 den Anteil bei Schweinen auf 20 Prozent und bei Geflügel auf bis zu 60 Prozent zu erhöhen, so der DBV. Die an der ITW beteiligten Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) stellen für die nächste Periode 50 Prozent höhere Mittel zur Verfügung. Damit beträgt das Finanzvolumen 130 Mio. € jährlich. Mit der neuen Vertragsperiode ab 2018 verändern sich die Kriterienkataloge für Schwein und Geflügel. Zusätzlich zu bisher bestehenden Grundanforderungen sind für den Bereich Schwein die Kriterien "10 Prozent mehr Platz" und "zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial" zu erfüllen. Für geflügel haltende betribe kommen im neuen Programm ein jährlicher Tränkwasser und Stallklimacheck hinzu. 

Ausbau stößt an Grenzen

Für den LEH hatte noch in dieser Woche Dr. Ludger Breloh von der Rewe-Group das Bekenntnis des LEH zur ITW bestätigt. Anlässlich einer Diskussion in der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin verwies er jedoch auch auf die Grenzen des Programms. Nach wie vor würde es ausschließlich von wenigen Unternehmen des LEH getragen. Es sei bedauerlich, dass sowohl die gesamte Gastronomie als auch der Fleischfachhandel bisher nicht bereit seien, sich an der sinnvollen Initiative zu beteiligen. Daher halte er andere Formen der Finanzierung von Projekten für ein Mehr an Tierwohl für unerlässlich. Es sei zu hoffen, dass diese im Rahmen der vorgelegten Nationalen Nutztierstrategie entwickelt und dann flächendeckend umgesetzt werden könnten. (jst)  
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