Die Anzahl der Meldungen an das EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) steigt. Betroffen sind vor allem Erzeugnisse aus Drittländern. Laut dem in dieser Woche veröffentlichten Jahresbericht gingen 2010 insgesamt 8.528 Meldungen ein. Das entspricht einem Anstieg um 8 Prozent gegenüber 2009, als die Anzahl der Meldungen noch knapp unter 8.000 lag. Die Zunahme im dritten aufeinanderfolgenden Jahr sei weitgehend auf die Verschärfung der Grenzkontrollen bei Lebensmitteln nichttierischen Ursprungs zurückzuführen, teilt die EU-Kommission mit. Die häufigsten Gefahren gingen von Schwermetallen, Allergenen und Mykotoxinen aus.

EU-Verbraucherkommissar John Dalli kündigte an, das Schnellwarnsystem weiter zu verbessern und Lehren aus der EHEC-Krise zu ziehen. Über das RASFF-System können Mitgliedstaaten und Kommission schnell Informationen austauschen, wenn in der Lebens- und Futtermittelkette eine Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung festgestellt wird. (sch)
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